eBay

Hinter eBay.com bzw. eBay.de steht das weltgrößte Online-Auktionshaus. Gegründet wurde es am 3. September 1995 durch den Kalifornier Pierre Omidyar, dem damals eine Art “Flohmarkt im Netz” vorschwebte. Ursprünglich trug das Unternehmen deshalb auch noch den Namen “AuctionWeb”. Die heutige Bezeichnung setzte sich endgültig erst 1998 durch, nachdem Meg Whitman die Führung des Unternehmens übernommen hatte. Die gebürtige New Yorkerin steht wie keine andere Person für den Erfolg von eBay. Sie formte aus der Firma rund um die Jahrtausendwende einen weltweit aktiven Konzern, der mehr als 27.000 Menschen beschäftigt und einen Umsatz von fast zwölf Milliarden US-Dollar macht.

Zukäufe: eBay wächst durch Übernahmen

Anders als beispielsweise Amazon, das zwar auch immer auf das Mittel der Zukäufe vertraute, aber weitgehend organisch gewachsen ist, wählte eBay von Anfang an den Weg der Übernahmen, um zu wachsen. Insbesondere in Europa und im deutschsprachigen Raum war dies sehr gut zu beobachten. So kaufte eBay beispielsweise alando.de, mobile.de, baazee.com oder marktplaats.nl, um nur einige Webpräsenzen zu nennen, die für neunstellige Summen Teil der eBay-Familie wurden.

3-2-1-meins: Das eBay-Prinzip

Grundlegend ist eBay heute noch immer das, was es ursprünglich einmal war: Eine Plattform für Privatauktionen. Bei Verkäufen müssen die Nutzer von eBay dabei Provision an das Unternehmen für das Recht, ihre Infrastruktur zu benutzen, bezahlen. Daneben verdient eBay durch eine Aufwertung der Verkaufsannoncen mittels Fotos oder eine besonders exponierte Stellung einer Auktion in den Ergebnislisten.

Allerdings hat sich eBay mittlerweile deutlich darüber hinaus entwickelt, lediglich ein Schauplatz für Privatauktionen zu sein. Zahlreiche Firmen sind auf der Plattform sehr aktiv und verkaufen beliebte Waren zu einem deutlich reduzierten “Sofort-Kaufen”-Preis. Es handelt sich bei diesen Transaktionen folglich nicht mehr um Auktionen im eigentlichen Sinne, sondern um gewöhnliche Abverkäufe, wie sie beispielsweise auch bei Amazon gängig sind.

Amazon wird zum Konkurrenten

Faktisch ist Amazon auch der einzig ernsthafte Konkurrent, mit dem sich eBay messen muss. Kein anderes Online-Auktionshaus erreicht auch nur annähernd die Größe von eBay, aber seit Amazon seine Plattform für Privatverkäufer geöffnet hat und eBay selbst immer wieder in Richtung gewerbliche Shoppingplattform gegangen ist, gerieten die beiden Häuser in Frontstellung zueinander: Bis 2009 schien es dabei, als habe eBay die Nase vorn, doch in eben diesem Jahr konnte Amazon erstmals vorbeiziehen. Anders als der Konkurrent hat eBay bislang keinerlei Ambitionen gezeigt, sich über das Kerngeschäft hinaus zu entwickeln und beispielsweise auch eigene Mobilfunkgeräte zu bauen.

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